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Text: Tobias Luthe, Stefan Effelsberg &
Bianca Quardokus

 

Beschreibung der Sportart
 
Sportausübung
Snowboarder im Aufstieg mit Schneeschuhen, Col des Mosses (Schweiz)
Snowboarder im Aufstieg mit Schneeschuhen, Col des Mosses (Schweiz)
© Markus Ruff
Hohes Tempo, starke Kurvenlagen und das Fahren auf der Kante (Carving) sind die typischen Merkmale des Snowboardens, ganz gleich ob man mit dem linken Bein vorne steht (Regular) oder mit dem rechten (Goofy). In der sogenannten Halfpipe, einem Schneekanal in der Form einer halben Röhre, werden von Experten interessante Sprünge, sogenannte Jumps, vorgeführt.
Gute Fitness, Gleichgewichtsgefühl und Motivation sichern den Stand auf dem Schnee. Um auf der Piste auch die Kurve zu kriegen, ist es wichtig die Techniken des Driften und Carven zu beherrschen. Driften bezeichnet dabei die Technik, die Kurven mit einem gewissen Rutschanteil zu fahren, so dass es zu einer Schneeverschiebung kommt. Beim Carven dagegen werden die Kurven ohne Driften geschnitten und es wird ausschließlich auf der Kante des Snowboards gefahren, so dass eine dünne Spur im Schnee zurückbleibt.
(Quelle: http://www.snowboardberatung.de/glossar.htm) Die Technik beim Snowboarden ähnelt insgesamt sehr stark den Bewegungsabläufen beim Skateboardfahren und Surfen. Ohne großen Krafteinsatz kann durch eine einfache Gewichtsverlagerung der nächste Schwung ausgelöst werden. Rein technisch betrachtet sind die ersten Schwünge auf dem Snowboard sogar leichter zu erlernen als Ski alpin.
  • Voraussetzung

    Technische Voraussetzungen
    Bevor man sich auf die Piste begibt, ist die Anschaffung einer professionelle Snowboardausstattung unerlässlich. Grundsätzlich lassen sich mehrere Boardtypen unterscheiden, je nachdem für welchen Einsatzbereich sie konstruiert werden. Die harten und schmalen vorn abgerundeten Race- und Alpinboards sind exakt und schnell beim Kanten. Das gesamte Spektrum des Snowboardfahrens lässt sich beim weicheren Freerideboard ausnutzen, vom Tiefschnee fahren bis zum Carving auf harter Piste. Wer lieber Sprünge in der Halfpipe testen möchte, der sollte zu einem Freestyleboard greifen.
    Die Kleidung muss der Witterung angepasst werden. Hier empfiehlt sich das Zwiebelsystem. Lange Funktionsunterwäsche, Snowboardhose und –jacke sowie Mütze, Schnee- oder Sonnenbrille und Handschuhe sind die Grundausrüstung zum Snowboarden. Bei Temperaturen unter -5°C eignen sich zusätzlich Fleecepullover, Windbreakerwesten, Schals und Sturmmasken um den Körper vor Auskühlung zu schützen.. Wichtig ist auch ein Sonnenschutz mit möglichst hohem Lichtschutzfaktor und über den Tag verteilt die Einnahme von ausreichend genügend Flüssigkeit (mindestens 1,5 Liter Wasser, Tee oder Mineralgetränke).
    Um bei Stürzen schwerwiegende Verletzungen zu vermeiden, zählen Handgelenksprotektoren und ein Helm zu wichtigen Bestandteilen der Snowboardausrüstung. Aus Sicherheitsgründen sollte auch das richtige Fallen unter professioneller Anleitung erlernt werden

    Körperliche Vorausetzungen
    Beim Snowboarden sind die Belastungsphasen relativ kurz, so dass wegen der Stoßbewegungen weniger die Ausdauer als vielmehr der gesamt Bewegungsapparat gefordert wird. Wer über genügend Schnellkraft, Kraftausdauer, Bewegungsgefühl, Gleichgewicht und Koordinationsvermögen verfügt, ist eindeutig im Vorteil. Zur Vorbereitung auf den Snowboard-Urlaub wird die Verbesserung der allgemeinen Fitness generell empfohlen.
    Da Snowboarder oft auch in den hohen Alpenregionen fahren, ist eine Anpassung an die Höhenlage erforderlich. Aller Anfang ist daher schwer, so dass eine geringere Leitungsfähigkeit als zu Hause ganz normal ist, ein „Leistungsloch“ am dritten Tag kann von vornherein mit eingeplant werden und sollte nicht frustrieren. (Quelle: http://www.richtigfit.de/pages/de/sportarten/593.html)

    Witterungsbedingte Voraussetzungen
    Da man beim Snowboarden, genau wie beim Skifahren, den Gefahren von Lawinen ausgesetzt ist, sollten nur markierte Pisten befahren werden.
    Für das Snowboarden im Tiefschnee abseits der Piste werden eine alpine Ausbildung, eine fachkundige Führung als auch eine vollständige Lawinenschutz-Ausrüstung als erforderlich angesehen. Fahrer sollten auf Lawinenwarnungen und mögliche Schneebretter achten. Bei Lawinenwarnungen sollte das gesicherte Gelände auf gar keinen Fall verlassen werden.
    Generell gelten Pistenregeln für Ski- und Snowboardfahrer gleichermaßen.
    (Quelle: http://www.lvz-online.de/ratgeber/gesundheit/3422_50628.html)


  • Reiz und Einfluss der Natur auf den Sportler

    Aus Lift und Gondel heraus die wunderschönen Bergkulissen genießen und bei weiten Schwüngen auf einem frisch verschneiten Abhang die weiträumige Natur bewundern, das ist sicherlich auch ein Aspekt, der dem Snowboarder die Sportausübung versüßt.
    Der Nervenkitzel bei rasanter Abfahrt, wenn dem Fahrer auf dem Board der Wind um die Nase weht, übt bei den Sportlern aber wohl den weitaus größeren Anreiz aus als die Naturbetrachtung allein.
Geschichte
Den ersten Versuch im Schnee zu surfen, unternahm der Amerikaner Jack Burtchett im Jahr 1929. Die Bemühungen auf einem, mit Lederzügeln an den Füßen befestigten, Sperrholzbrett die Pisten hinunter zu sausen scheiterte jedoch kläglich. Das erste richtige Snowboard baute 36 Jahre später der Amerikaner Sherwin Poppen aus zwei Wasserskis und verschenkte es als Weihnachtsgeschenk an seine Kinder. 1965 folgten in den USA die ersten sogenannten Schnee-Gleitbretter, die aus einem 1,20 Meter langem Plastik-Snowboard und einer Halteleine bestanden. Obwohl man damals noch keine Bindungen oder Stahlkanten kannte, wurden die Gleitbretter auf Initiative von Sherman Oppen industriell hergestellt und über eine halbe Million Exemplare verkauft. 1977 entwickelte die Firma von Burton Carpenter schließlich Holzbretter mit aufgeschraubten Wasserskibindungen und brachte damit den Stein ins Rollen. Auch wenn im Laufe der Jahre immer bessere Snowboards entwickelt wurden, weigerten sich Wintersportgeschäfte zunächst diese zu verkaufen, weil sie als zu gefährlich galten. Lifte und Pisten wurden den amerikanischen Snowboardern gänzlich versagt, sie durften nur wenige Bergbahnen für ihren Ritt auf dem Schnee benutzen. Die Begeisterung für das Snowboarden verbreitete sich auch zunehmend in Europa, so dass man auf den Pisten in Deutschland und Frankreich gegen Ende der siebziger Jahre außergewöhnliche Selbstbauten auf den Pisten entdecken konnte. 1983 begannen etablierte Skihersteller schließlich, Snowboards serienmäßig herzustellen. Bis Anfang der 1990´er Jahre erregte der durch Surfen, Skateboarden und Skifahren beeinflusste Snowboardsport jedoch immer mehr Aufsehen, so dass in den Skigebieten zunehmend Halfpipes errichtet wurden. 1998 erreicht die Sportart schließlich ihren Durchbruch und wurde als olympische Disziplin anerkannt.
(Quelle: http://www.schneestation.de/sportarten/snowboarden.htm)
Verbreitung der Sportart
Liftanlage in den Alpen
Liftanlage in den Alpen
© Georg Fritz
Nachdem sich der Snowboardsport Mitte der achtziger Jahre rasant ausbreitete, bestand seitens der Snowboarder ein großer Bedarf sich in Vereinen zu organisieren. Da zu diesem Zeitpunkte Skivereine und –verbände dem Snowboardsport zunächst äußerst kritisch gegenüberstanden, ergab sich daraus die Notwendigkeit, sich eigenständig zu strukturieren. Daraufhin wurde 1987 auf nationaler Ebene der Deutsche Snowboard-Dachverband (DSDV) etabliert, der jedoch 1996/1997 wieder aufgelöst wurde. Auf internationaler Ebene wurde 1989 der Internationale Snowboard-Verband (ISA) gegründet.
1991 hat sich schließlich aus dem Zusammenschluss der nationalen Snowboardverbände und der Vereinigung der Profis die als Dachorganisation weltweit agierende International Snowboard Federation (ISF) gebildet, die über Büros in Amerika, Europa und Japan das internationale Geschehen koordiniert.
Mit der allgemein zunehmenden Akzeptanz der neuen Sportart erklärten zu Beginn der neunziger Jahre schließlich auch die Fédération Internationale Ski (FIS) und der Deutsche Skiverband (DSV) ihre Zuständigkeit für den Snowboardsport. Da sich das Snowboarden jedoch zu einer eigenen Sportart entwickelt hatte, gliederte der DSV den Snowboardbereich im Herbst 2000 aus und verselbstständigt diesen zu einem eigenen Verband. Der neu gegründete Snowboarder Verband Deutschland (SVD) begann seine Tätigkeit zum 01. Januar 2003 und ist Mitglied im DSB, im nationalen Olympischen Komitee und ist über den Deutschen Skiverband (DSV) mittelbar im FIS vertreten. Der SVD nimmt sowohl DSV-Snowboarder als auch freie Snowboarder auf und weist zur Zeit 45.000 Mitglieder auf. Im Vergleich dazu sind über 1,5 Millionen Snowboarder nicht organisiert. Größter Snowboardverein in Deutschland ist German Snowboard Association (GSA).
In der Schweiz verläuft die Geschichte des Snowboardsportes sehr ähnlich. Nachdem während langer Zeit ein unabhängiger Verband für Wettkampfsport und Ausbildung verantwortlich war, wurde der Snowboardsport im Frühjahr 2004 in den Skiverband Swiss-Ski (für den Leistungssport) und in den Verband Snowsports (für die Ausbildung der Snowboardlehrer) integriert. Als Dachverband des Skisports in der Schweiz ist Swiss-Ski für die Sparten Ski alpin, Ski nordisch und Snowboard (Alpin, Snowboardcross, Freestyle) zuständig. Swiss-Ski zählt rund 106'000 Mitglieder in knapp 900 Clubs (Stand: Oktober 2004).
In Österreich kam es 1984 / 85 zur Gründung des Verbandes Österreichische Snowboarder (VÖSS), der 1994 durch eine Strukturreform in die Austrian Snowboard Association (ASA) umgewandelt wurde.
Weitere internationale Verbände: North American Snowboard Association (NASA), Snowboard European Association (SEA), Professional Snowboarder Association (PSA).
(Quelle: http://www.powderpark.de/gsa/news_artikel.php?id=138)

Naturraum
 
Ansprüche an den Naturraum:

Das Snowboarden ist auch in Mittelgebirgen möglich, der Schwerpunkt liegt jedoch vorwiegend in den Alpen, wo längere und steilere Hänge und Pisten vorzufinden sind. Allgemein benötigt der Snowboarder eine mehr oder weniger geneigte (mit genügend Schnee bedeckt) Fläche, um die Hänge mit dem Snowboard hinuntergleiten zu können.

Auswirkungen
Schneekanone in einem Skigebiet im Kanton Wallis
Schneekanone in einem Skigebiet im Kanton Wallis
© Kurt Michel / PIXELIO
Die Erschließung und Erhaltung eines Ski- und Snowboardgebietes bewirkt schon vor der eigentlichen Sportausübung erhebliche und meist schwerwiegende Belastungen für den Boden sowie die Pflanzen- und Tierwelt.
Pistenplanierung und –präparation , Schneekanonen, Kunstschnee, Infrastruktur und der Snowboarder selbst können folgende Auswirkungen herbeiführen:

• Pistenplanierung führt zur Zerstörung der ersten Humusschicht, was andererseits die Pflanzendecke zerstört und so die Bodenverdichtung fördert. Dies führt unvermeidlich zu einem geringeren Wasserspeichervermögen (die Wasserabflusswerte sind doppelt so hoch wie bei unplanierten Flächen), wodurch die Erosionsgefahr deutlich zunehmen kann, z.B. nach heftigem Regen oder Schneeschmelze. Daraus kann sich ein schleichender Abtrag der Vegetationsdecke ergeben oder im Extremfall sogar bis hin zu Schlamm- und Gerölllawinen führen. (Bernd Pieper in Naturschutz 1/01; Winkelmann, C u. Wilken, T, 3/1998).
Durch die Maßnahmen der Planierung kann es zu einem Artenschwund kommen (vor allem bei Zwergsträuchern und Seggen), was den Rückgang von Pflanzenfressenden Insekten (z.B. Schmetterling und Blattkäfer) bedeuten kann.

• Während unterhalb von 1500-1700 m (Waldgrenze) eine vollständige Renaturierung möglich sein kann (die allerdings bis zu 20 Jahren dauern kann), besteht oberhalb der Waldgrenze kaum Hoffnung für eine standortgerechte Wiederbegrünung von planierten Flächen.

• Die schweren Geräte zur Pistenpräparierung können weiterhin zur Bodenverdichtung beitragen und somit die Bodenerosion fördern.

• Der Einsatz von Schneekanonen kann zu großen Lärmbelastungen (ähnlich einer stark befahrenen Strasse) und hohem Wasser- bzw. Energieverbrauch führen. Dadurch, dass sie meistens in den Abendstunden zur Pistenpflege genutzt werden, können umliegende Wildtiere in ihren Ruhephasen gestört werden. Dies verursacht einerseits unmittelbare Reaktionen (z.B. Flucht und erhöhte Herzschlagfrequenz), daraus folgen erhöhte energetische Kosten, konditionelle Einbussen durch verringerte Nahrungsaufnahme sowie der mögliche Abnahme des Fortpflanzungserfolgs (z.B. durch das Verlassen des Nests). Längerfristig kann dies zum Rückgang der Population führen.

• Durch die Verwendung von Kunstschnee entsteht eine deutliche Erhöhung der Schmelzwassermenge. Sie bewirkt eine Störung des natürlichen Wasserhaushaltes und kann zu starken Bodenerosionen und verkürzten Vegetationszeiten beitragen.

• Das nährstoffreichere Wasser macht aus ökologisch wertvollen Magerweiden, anspruchslose Fettwiesen.

• Dadurch dass künstlicher Schnee dichter ist als natürlicher wird die ursprünglich isolierende Wirkung und die Sauerstoffzufuhr (durch geringeren Anteil an Luftporen) für die darrunterliegende Vegetation stark reduziert. => Vegetationsschäden.

• Der hohe Infrastrukturbedarf beim Snowboarden bewirkt einen enormen Landschaftsverbrauch, der größer ist als bei den anderen Formen des Wintersports. Durch die Errichtung von Seilbahnen, Lifte, Restaurants, Parkplätze etc. werden wertvolle Flächen in attraktiver Landschaft benötigt.

• Durch die Versiegelung dieser Flächen, die durch die Verbauung quasi als Wasserspeicher verloren gehen, wird somit ihre ökologische Funktion beeinträchtigt.

• Der Sportler selber kann Schädigungen an der obersten Vegetationsschicht herbeiführen. Meistens durch Kantenrasur bei unzureichender Schneedecke.

• Durch den Gletscherbetrieb entstehen weitere Probleme. Gletscher dienen als Trinkwasserreservoir (Alpen sind Trinkwasserspeicher für Mitteleuropa) und dieses Trinkwasser kann durch Förderanlagen, Fahrzeuge, Schmiermittel oder den Skiläufer selbst unter starker Schmutzbelastung leiden.

• Zusätzlich zu den Belastungen und Auswirkungen durch den Ski- und Snowboardbetrieb
führen die Maßnahmen zur Erschließung eines Skigebietes zu einem hohen Landschaftsverbrauch und zu einer optischen und ästhetischen Beeinträchtigung des Landschaftsbildes im Sommer.

• Neben den infrastrukturbedingten ökologischen Auswirkungen kann das Snowboarden abseits der Piste (Variantenfahren) Wildtiere stören. Variantenfahrer können Wildtiere zur Flucht veranlassen. Flucht verursacht bei den Tieren einerseits einen erhöhten Energieverbrauch und führt andererseits dazu, dass Futterplätze und Nahrungsquellen aufgegeben werden und die Energiezufuhr somit reduziert wird. Weil Nahrung im Winter nur spärlich vorhanden ist und die Fett- und Energiereserven der Tiere knapp sind, kann dies fatale Folgen haben. Störung kann zu einer erhöhten Sterblichkeit führen.

Auerhahn im Winter
Auerhahn im Winter
© P. Schild / www.piclease.com
• Besonders sensibel reagieren die Raufußhühner (Auerhuhn, Birkhuhn, Schneehuhn). Die im Winter nur wenige Stunden aktiven Wildtiere können ihre Nahrung nur bei Tage aufnehmen. Da sie keine Fettreserven anlegen, führt der erhörte Energieverbrauch ebenfalls zu einem raschen Ansteigen des Mortalitätsrisikos und besonders bei Störung während der Balzzeit zur Schwächung der Population.

• Wenn das Schalenwild (Hirsch, Gams, Steinbock) von den Futterplätzen vertrieben wird, flüchtet es in den Bergwald und kann dort verstärkt auf die Waldvegetation einwirken. Diese lokalen Verbissschäden können insbesondere im Schutzwald längerfristig problematisch sein, da die Jungwaldentwicklung stark beeinträchtigt werden kann.

Jeder Wintersportler hat jedoch die Möglichkeit durch verantwortungsbewusstes Handeln die Eingriffe in das Ökosystem zu minimieren. Sei es durch die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln, die Auswahl umweltfreundlicher Unterkünfte oder durch die Einhaltung der vorgegeben Pisten.
Varianten der Sportart
 
Alpin/Race:

Das alpine Snowboarding ist eine extrem rasante pistenorientierte Variante. Dieser Fahrstil heißt Carving und fordert Boards mit Plattenbindungen die eine optimale Kraftübertragung gewährleisteten und hohe Geschwindigkeiten sowie extremen Kanteneinsatz auch auf eisiger Piste erlauben.

 
Freestyle:

Elemente, Manöver und Bewegungen des Surfens und des Skateboardings wurden auf das Snowboard übertragen. Die Freestyler boardeten zunächst nur in natürlichen, meist zu niedrigen und damit schwer zu findenden Naturhalfpipes oder über Schneewächten. Erst später griff man dann zur Schaufel und baute sich Jumps oder eigene, maßgeschneiderte Pipes.

Freeride:

Mischt man Alpines und Freestyle Riding während einer Abfahrt nennt man es Freeriding.

Variantenfahren
Skifahren und Snowboarden ausserhalb markierter und präparierter Pisten wird als Variantenfahren bezeichnet. Besonders reizvoll ist das Variantenfahren nach Neuschneefällen, wenn neue Spuren in den jungfräulichen Schnee gelegt werden können. Im Unterschied zum Ski- oder Snowboardtourengehen (Backcountry) werden beim Variantenfahren Skilifte und Bahnen als Aufstiegshilfe verwendet. Somit sind weder Laufbindung noch Steigfelle notwendig; kurze Aufstiege oder Traversen werden zu Fuss mit geschultertem Board oder Ski bewältigt. Dringend empfohlen wird die Verwendung von Lawinenrettungs-Ausrüstung (Lawinenverschütteten-Suchgerät, Schaufel, Sonde).
Das Variantenfahren ist in den letzten Jahren immer beliebter geworden. Damit haben sich Konflikte mit Wildtieren erhöht. Behörden und Bergbahnen arbeiten gemeinsam an Massnahmen, um Wildeinstandsgebiete besser vor Variantenfahrern zu schützen. Sperrgebiete sind unbedingt zu beachten, Zuwiderhandelnde werden rigoros bestraft.

 

Backcountry:

Das absolute Naturerlebnis in der winterlichen Bergwelt und die schönste Form des Snowboardens ist sicherlich das Backcountry riding über unendliche Tiefschneepulverhänge. Das „Hiking": Mit Schneeschuhen oder teilbaren Boards, die zum Aufstieg wie Tourenski mit Fellen versehen werden können, geht es - alpine Erfahrung, Rücksichtnahme gegenüber den Natur und Sicherheitsdenken vorausgesetzt - Richtung Gipfel.

Olympia:
Auch bei der Olympiade ist das Snowboarden mit den Disziplinen Halfpipe, Riesenslalom und Snowboardcrossing (direkter Vergleich in einem Parcours) vertreten
 
Referenzen
INGOLD, P. (2005): Freizeitaktivitäten im Lebensraum der Wildtiere. Haupt Verlag. Bern. 516 S.

PIEPER, Bernd:„Ski und Rodel gut? Alpiner Wintersport und Umweltschutz im Überblick“, in: Naturschutz heute – Ausgabe 1/01 vom 26. Januar 2001

SCHEMEL, H.-J. & ERBGUTH, W. (2000): Sport und Umwelt. Meyer & Meyer Verlag. Aachen.
719 S.

 

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