Bundesamt für Naturschutz

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Grundsätze des Natura 2000-Managements


Das Management der Natura 2000-Gebiete ist das zentrale Instrument zur Umsetzung der Schutzziele und zum Erhalt der biologischen Vielfalt in Deutschland. Ein erster fachlicher Austausch über Managementoptionen erfolgte während der Tagung "Management und Natura 2000" im April 2008 und kam zu folgenden grundsätzlichen Schlussfolgerungen:

  • Notwendig ist eine verstärkte Kommunikation von erfolgreichem Management von Arten und Lebensraumtypen der Natura 2000-Richtlinien, um entsprechende Maßnahmen auch andernorts in die Praxis umsetzen zu können
  • Zur Gewährleistung und Verbesserung des Erhaltungszustands ist eine grenzüberschreitende Zusammenarbeit auf nationaler und europaweiter Ebene in vielen Fällen sinnvoll bzw. notwendig
  • Kooperationen zwischen Akteuren im Naturschutz und anderen Nutzern wie Bundeswehr, Forst, Landwirtschaft und Fischerei sind unbedingt notwendig, um ein optimales Management von Arten und Lebensraumtypen gewährleisten zu können
  • Zielkonflikte zwischen Denkmal- und Naturschutz sind lösbar, wenn die erforderlichen Maßnahmen im Rahmen einer gemeinsamen Planung realisiert werden
  • Das Zusammenwirken mit der Umsetzung anderer Richtlinien (z. B. Wasserrahmenrichtlinie) ist unbedingt notwendig, um ein gleichgerichtetes und erfolgreiches Management von Arten und Lebensraumtypen zu gewährleisten
  • Artenhilfsprogramme sind zentrale Instrumente für den Erhalt der Arten der FFH - und Vogelschutzrichtlinie
  • Ein bundesweites Monitoring mit standardisierten Methoden ist als Basis für Managementempfehlungen und der Maßnahmenkontrolle unabdingbar
  • Um mit dem begrenzten finanziellen Mitteln im Naturschutz agieren zu können sind Prioritätensetzungen für Managementplanung und Synergien mit benachbarten Natura 2000-Flächen sehr hilfreich

Die Ergebnisse sind aus Beiträgen abgeleitet, die im Tagungsband in der Schriftenreihe Naturschutz und Biologische Vielfalt ( NaBiV 69) veröffentlicht wurden.

Letzte Änderung: 21.03.2011

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