Bundesamt für Naturschutz

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Die Natur und das gute Leben

Hintergrund

Das gute Leben und die Natur: Blick von Pienza auf das Orciatal (Foto: Matthias Schloßberger)
Foto auf dem Titelblatt BfN-Skripten 403: Blick von Pienza auf das Orciatal

Für eine erfolgreiche Umsetzung der Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt bedarf es einer breiten gesellschaftlichen Bewusstseinsbildung und Akzeptanz für den Naturschutz. Um dies zu erreichen, sind überzeugende Argumentationslinien für die Naturschutzkommunikation unerlässlich. Ökologische und ökonomische Argumente zum Schutz der Natur, sogenannte „Klugheitsargumente“, stellen dabei die überwiegende Mehrzahl der Begründungen im nationalen und internationalen Naturschutzdiskurs dar. Argumente der Gerechtigkeit wie auch „Glücksargumente“ finden hingegen noch zu wenig Beachtung: Letztere stellen eine intakte Natur sowie das Leben mit und in ihr als Voraussetzung für ein glückliches und erfülltes menschliches Leben in den Mittelpunkt.

 

 

Das Projekt

Kinder beim Ausruhen auf einer Bank (Foto: Clemens Stenner, Piclease)
Kinder beim Ausruhen auf einer Bank mit Aussicht in die Herbstlandschaft

Um die Argumentation über ein gutes menschliches Leben für die Naturschutzkommunikation weiter auszubauen, hat das BfN eine Studie in Auftrag gegeben. In diesem Rahmen wurde durch die Universität Potsdam im März 2014 zur Experten-Tagung „Die Natur und das gute Leben“ eingeladen. Ziel der Tagung war es, mit Expertinnen und Experten aus den Bereichen Naturschutz und Naturnutzung sowie aus verschiedenen Geisteswissenschaften zu diskutieren, inwiefern eine Orientierung an Fragen des guten Lebens und des Glücks überzeugende Argumente für den Naturschutz bereitstellt. In den Fokus gestellt wurden u.a. das Potenzial von Glücksargumenten aufgrund ihres emotionalen Zugangs, sowie die Diskussion um eine angemessene anthropologische Sichtweise auf den Menschen. Außerdem wurde der Frage nachgegangen, was denn eigentlich ein gutes bzw. glückliches Leben ausmacht und inwiefern dabei auch eine Suffizienzdebatte geführt werden muss.

Mit der nun veröffentlichten Dokumentation der Tagung (BfN-Skript 403) liegt eine umfassende Diskussion des aktuellen Forschungsstands sowie der verschiedenen Herausforderungen und Chancen von Glücksargumenten in der Naturschutzkommunikation vor. 


Ausblick

Bergsteigerin im Felsentor des Naturfreundesteiges mit Blick auf den Traunsee (Foto: Peter Bernhaupt, Piclease)
Bergsteigerin im Felsentor des Naturfreundesteiges mit Blick auf den Traunsee

Ende 2015 wird die in Verbindung mit der Experten-Tagung stehende BfN-Studie „Glücksargumente in der Naturschutzkommunikation“ veröffentlicht werden.

Unter Auseinandersetzung mit dem aktuellen Forschungsstand wird der Frage nachgegangen, warum eine Beschäftigung mit Fragen des guten bzw. erfüllten Lebens für die Naturschutzkommunikation von erheblicher Bedeutung ist.

Die Studie thematisiert hierzu beispielsweise die ethischen Vorannahmen und Kerngedanken des Naturschutzes sowie das aktuelle Mensch-Natur-Verhältnis. 

Publikationen / weiterführende Links

 Abruf BfN-Skript 403

 Ethische Grundlagen

Laufzeit

August 2013 bis Juli 2015

Förderprogramm

F+E , FKZ 3513 82 0400

Projektnehmer

Universität Potsdam

Fachbetreuung

 Andreas Mues, FG I 2.2

Weitere Informationen