Bundesamt für Naturschutz

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Die koreanische "demilitarisierte Zone" (DMZ) und das Grüne Band


Die koreanische "demilitarisierte Zone" (DMZ) teilt Korea seit über 60 Jahren. Sie ist rund 250 km lang und 4 km breit. Im Süden schließt sich an die DMZ eine 6 bis 10 km breite zivile Kontrollzone mit beschränktem Zutritt und Nutzungsmöglichkeit an.


Koreanische demilitarisierte Zone an ihrem östlichen Ende, Foto: U. Riecken
Foto der Koreanischen demilitarisierten Zone an ihrem östlichen Ende, Foto: U. Riecken

Im Bereich der DMZ und der zivilen Kontrollzone hat sich die Natur analog zum Grünen Band in Europa und Deutschland weitgehend ungestört entwickelt, so dass dieser Bereich heute Rückzugsraum für viele gefährdete Arten ist.

Von den 2,900 Arten, die in Nord- und Südkorea heimisch sind, finden sich 960 Pflanzenarten, 35 von 70 Säugetierarten und 64 Vogelarten in der demilitarisierten Zone, darunter einige stark gefährdete Arten wie der Mandschuren- oder der Weißnackenkranich.


Unterzeichnung der Joint Declaration of Intent zur Kooperation mit der Gyeonggi-Provinz, Republik Korea, in Berlin, Foto: BfN
Foto von der Unterzeichnungszeremonie der Joint Declaration of Intent zur Kooperation mit der Gyeonggi-Provinz, Republik Korea, in Berlin, Foto: BfN

Von südkoreanischer Seite werden seit Jahren mit internationaler Unterstützung Anstrengungen unternommen, diese wertvollen Bereiche für den Naturschutz zu sichern. Dies soll - ebenfalls analog zum Grünen Band - unter Einbeziehung der wirtschaftlichen Bedürfnisse der regionalen Bevölkerung kombiniert mit einer sanften touristischen Entwicklung erfolgen.

Im Februar 2012 hat das BfN eine  Vereinbarung mit der Gyeonggi-Provinz in Südkorea für eine Kooperation in Bezug auf die DMZ und das Grüne Band unterzeichnet. Im Juni 2012 fand im Rahmen eines Workshops ein erster Erfahrungsaustausch statt und die weitere Zusammenarbeit wurde besprochen.