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Bundeswettbewerb Nachhaltige Tourismusdestinationen


Logo des Bundeswettbewerbs

Gemeinsam starteten BMU, BfN und  Deutscher Tourismusverband (DTV) 2012/13 den "Bundeswettbewerb Nachhaltige Tourismusregionen", an dem sich alle Tourismusregionen in Deutschland beteiligen konnten. Vier Jahre später wurde der Wettbewerb unter dem Titel  "Bundeswettbewerb 2016/2017 – Nachhaltige Tourismusdestinationen in Deutschland" erneut durchgeführt.

Die Expertenjury bewertete die Bewerberdestinationen nach ökologischen, ökonomischen, sozialen und managementbezogenen Nachhaltigkeitskriterien. Ziel des Wettbewerbs war es, die nachhaltige Tourismusentwicklung vor allem im ländlichen Raum zu fördern, das Engagement der Tourismusverantwortlichen und Unternehmen für diese Belange zu stärken sowie die besten Initiativen auszuzeichnen und einer breiten Öffentlichkeit bekannt zu machen. 


Die Sieger


Vertreter aus dem Biosphärengebiet Schwäbische Alb (Foto: DTV/Jan Sobotka)
Vertreter aus dem Biosphärengebiet Schwäbische Alb nehmen die Siegerurkunde entgegen

Das Biosphärengebiet Schwäbische Alb gewann beim "Bundeswettbewerb 2016/2017 – Nachhaltige Tourismusdestinationen in Deutschland" gegen insgesamt 27 Mitbewerber. Den Sonderpreis in der Kategorie Nachhaltige Mobilität erhielt die Sächsische Schweiz. Im Hinblick auf "Biologische Vielfalt und Naturerlebnis" überzeugte die Peeneregion in Vorpommern. Die Nordseeinsel Juist wiederum setzte sich bei "Klimaschutz, Ressourcen- & Energieeffizienz" durch und das Allgäu konnte mit seiner gut sichtbaren Regionalität punkten.

Zu den bewerteten Aspekten zählten unter anderem "Schutz von Natur und Landschaft", "Gemeinwohl und Lebensqualität" und "lokaler Wohlstand". Die gesamte Kriterienliste findet sich im 2016 veröffentlichten Praxisleitfaden  "Nachhaltigkeit im Deutschlandtourismus"


Siegerregion Eifel "Sonderpreis "Biodiversität" (Foto: BTE)
Preisträger der Siegerregion Eifel mit Minister Altmaier (Foto: BTE)

Siegerregion des Bundeswettbewerbs 2012/2013 war die Uckermark. Weitere Auszeichnungen erhielten die vier Finalisten das Allgäu, der Bayerische Wald, die Insel Juist und der Schwarzwald. Der Sonderpreis für ein besonderes Engagement zum Schutz der biologischen Vielfalt ging an die Eifel. Insgesamt nahmen 34 Regionen aus 12 Bundesländern am Wettbewerb teil. Die Ergebnisse des Wettbewerbs wurden im Report Nachhaltigkeit des Deutschen Tourismusverbandes veröffentlicht.


Ziele des Bundeswettbewerbs

Mit dem Bundeswettbewerb soll nachhaltiger Tourismus in Deutschland gestärkt und bekannter gemacht werden. Ziele sind:

  • einen nachhaltig ausgerichteten modernen Qualitätstourismus, der auf Klimaschutz, Energie- und Ressourceneffizienz sowie den Schutz der biologischen Vielfalt setzt, voranzubringen,
  • besonders aktive Tourismusregionen für ihr Nachhaltigkeitsengagement auszuzeichnen und 
  • in der breiten Öffentlichkeit als attraktive Reiseziele bekannter zu machen;
  • Vorbildwirkung für andere Regionen zur Selbstreflektion und Handlungsanreiz auszulösen und dabei
  • Wege aufzuzeigen, die Qualität des Inlandtourismus weiter zu verbessern; und
  • Chance für kleine, weniger bekannte ländliche Regionen bieten, sich zu präsentieren und sich in der Folge am Markt besser behaupten zu können, wie auch
  • zur Stärkung ländlicher Räume, Arbeitsplatzsicherung und lokaler Wertschöpfung beizutragen.
  • Ökologische Nachhaltigkeit: Leistet der Tourismus in Ihrer Region seinen Beitrag zum Schutz von Umwelt, Natur und Landschaft? Wie trägt die Region zum Erhalt der biologischen Vielfalt bei? Gehen Sie besonders effizient mit natürlichen Ressourcen um? Unterstützen Sie aktiv die qualitative Verbesserung und Regionalität des gastronomischen Angebots in Ihrer Region? Ergreifen Sie Maßnahmen zum Klimaschutz, zur Energieeinsparung, Energie- und Ressourceneffizienz? Unterstützen Sie Initiativen für eine nachhaltige Mobilität vor Ort, und weisen Sie Ihre Gäste aktiv auf die Anreisemöglichkeiten mit dem ÖV/ÖPNV hin?
  • Ökonomische Nachhaltigkeit: Haben Sie Strategien und Konzepte erarbeitet, die auf den Nachhaltigkeitsprinzipien beruhen und zum langfristigen wirtschaftlichen Erfolg beitragen? Fördern Sie regionale Wirtschaftskreisläufe?
  • Soziale Nachhaltigkeit: Stärkt Ihr touristisches Angebot die regionale Kultur und Identität? Werden Fort- und Weiterbildung der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen im Sinne der nachhaltigen Entwicklung gefördert? Haben die Bürger und Bürgerinnen vor Ort Gelegenheit, sich an touristischen Entwicklungsprozessen zu beteiligen?
  • Qualität: Fördern Sie die Servicequalität bei Dienstleistungsunternehmen Ihrer Region? Beteiligen Sie sich an bundesweiten Zertifizierungsprogrammen?
  • Vermarktung/Kommunikation: Nutzen Sie nur klassische oder auch innovative Marketing- und Vertriebskanäle? Werben Sie aktiv mit Schutzgebieten in Ihrer Region oder Nachhaltigkeitsthemen wie z.B. Klimaschutz?
  • Leuchtturm-Angebot: Leistet das Angebot einen besonderen Beitrag zum Umwelt-, Klima- oder Biodiversitätsschutz in der Region von dem andere (Einheimische, Gäste oder regionale Akteure) profitieren können? Hat es Ihre Region überregional bekannt gemacht?

Letzte Änderung: 19.07.2017

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