Bundesamt für Naturschutz

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Schweinswal


Schweinswal (Phocoena phocoena), Foto: F. Graner
Schweinswal (Phocoena phocoena) Foto: F. Graner

Schweinswale haben einen jahreszeitlich schwankenden, insgesamt sehr hohen Stoffwechsel. Dieser hohe Energieumsatz ist u.a. dadurch bedingt, dass auch bei niedrigen Wassertemperaturen die Körpertemperatur der warmblütigen Tiere aufrecht erhalten werden muss. Zudem ist die Jagd auf einzelne, schnelle Beutefische sehr energiezehrend. Muttertiere sind oft säugend und trächtig zugleich und benötigen gerade deswegen jederzeit ausreichend Nahrung. Schweinswale sind daher auf eine reichhaltige und kontinuierlich verfügbare Nahrungsquelle angewiesen.

Wichtige Schutzaspekte

Zu den wichtigsten Beutearten in Nord- und Ostsee gehören Plattfische (zum Beispiel Flundern und Seezungen), Grundeln, Dorsche (Kabeljau) und Sandaale.

Der Schutz dieser Fischarten und ihres Lebensraumes ist für die Sicherung des langfristigen Überlebens dieser Walart in den deutschen Meeresgebieten daher unerlässlich. 

Schweinswale besitzen einen hoch entwickelten Echoortungssinn. Sie produzieren eine Abfolge von sehr kurzen hochfrequenten Klicklauten und nutzen das zurückkommende Echo zur Orientierung, Navigation und Nahrungssuche. Der beinahe ununterbrochene Einsatz ihres Biosonars ermöglicht den Wissenschaftlern eine akustische Erfassung dieser Walart.


Schweinswal (Phocoena phocoena) mit Kalb. Foto: S. Gust
Schweinswal (Phocoena phocoena) mit Kalb. Foto: S. Gust