Bundesamt für Naturschutz

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Übereinkommen über die Biologische Vielfalt CBD


Seenelke (Metridium senile) mit erbeuteten Quallenflohkrebsen. Foto: S. Gust
Seenelke (Metridium senile) mit erbeuteten Quallenflohkrebsen. Foto: S. Gust

Weltweiter Schutz mariner Lebensvielfalt

Die negativen Auswirkungen menschlichen Handelns verändern inzwischen nicht nur die Küstenzonen, sondern auch die Lebensvielfalt der Ozeane deutlich. Zwar wurden bisher weltweit über 5000 Schutzgebiete im Meer eingerichtet, doch decken sie nur 0,72 % der gesamten Meeresfläche vor allem in den Küstenregionen ab. Hier sind globale Lösungsansätze gefordert, die unter internationalen Vorgaben wie denen der CBD und des UN-Seerechtsübereinkommens gefunden werden müssen.

Das CBD -Übereinkommen über die Biologische Vielfalt (Convention on Biological Diversity, CBD , „Rio-Konvention“, 1992;  www.cbd.int) zielt auf den Schutz der Lebensvielfalt auf der Erde insgesamt ab. Die biologische Vielfalt (genetische Vielfalt und die der Arten und Lebensräume) soll gesichert und deren nachhaltige Nutzung so gerecht organisiert werden, dass möglichst viele Menschen heute und in Zukunft davon leben können.

Das wichtigste Entscheidungsgremium der CBD ist die Vertragsstaatenkonferenz, die von verschiedenen thematischen Arbeitsgruppen und Experten-Gremien vorbereitet wird. In den letzten Jahren haben die Vertragsstaaten zwei wichtige strategische Ziele der CBD vereinbart: zum einen soll bis zum Jahr 2010 eine erhebliche Reduzierung des weltweiten Rückgangs der biologischen Vielfalt erreicht werden. Zum zweiten einigten sich die Regierungschefs auf dem Johannesburg-Weltgipfel 2002 darauf, bis 2012 ein weltweites Schutzgebietsnetzwerk, das die Weltmeere einschließen soll, zu errichten.

Siehe auch:  Internationale Schutzgebietsnetzwerke