Bundesamt für Naturschutz

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Seltene Brutvögel

Monitoring seltener Brutvögel

In diesem Monitoringprogramm werden seltene und mäßig häufige Arten erfasst. Die Basis dieses Monitorings bildet das Monitoring seltener Vogelarten, welches 1956 (in der DDR) bzw. 1977 (in der BRD) begonnen wurde. Ziel des Monitoringprogrammes ist es, Informationen über gefährdete und geschützte Arten zu erhalten, um Schutzprogramme und Schutzmaßnahmen entwickeln, überprüfen und umsetzen zu können.

Die Ergebnisse der Programme bilden die Datengrundlage für die Gefährdungseinstufung der Vogelarten (Rote Liste), die Erfüllung internationaler Berichtspflichten (z. B. EG-Vogelschutzrichtlinie, Ramsar-Konvention) und naturschutzbezogene Indikatoren (z. B. Nachhaltigkeitsindikator für die Artenvielfalt).

Das Monitoring geschützter und gefährdeter Brutvogelarten wird durch Erhebungen der Vogelschutzwarten der Länder bzw. Arbeiten in deren Auftrag) und durch ehrenamtliche Kartierungen ermöglicht. Mit einer verbesserten Zählmethodik ("Zählgebietsansatz"), die sich bereits beim Monitoring von Wiesenbrütern bewährt hat, soll zukünftig der Datenfluss beschleunigt werden, um bundesweite Übersichten schneller und genauer erstellen zu können. Die Bestandsentwicklung der Uferschnepfe (Limosa limosa) wurde aus zahlreichen Einzelerhebungen, lokalen und regionalen Monitoringprogrammen errechnet. Dabei wurde der Zählgebietsansatz modellhaft zu Grunde gelegt. Bei der Uferschnepfe zeigt sich vor 1980 sich trotz starker Schwankungen, die auf ungenaue Kartierungsergebnisse zurückzuführen sind, eine Abnahme der Bestände. Nach 1980 erfolgte zunächst eine Stabilisierung, dann gingen seit Mitte der 90er Jahre die Bestände weiter zurück.

Letzte Änderung: 29.08.2012

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