Bundesamt für Naturschutz

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Windenergie Onshore


Status des Windenergieausbaus

Die Windkraft hat den höchsten Anteil unter den erneuerbaren Energieträgern zur Stromversorgung. 2015 (Stand: Dezember 2015) wurden insgesamt gut 44 % der aus Erneuerbaren Energien erzeugten Bruttostrommenge (das heißt der gesamten Stromerzeugung ohne Berücksichtigung des Eigenverbrauchs der Erzeuger sowie ohne Im- und Exporte) durch Windkraft erzeugt. Die Stromerzeugung erfolgt derzeit überwiegend durch Windenergieanlagen (WEA) an Land. Eine aktuelle Übersicht zum Ausbau bietet die Webseite des  Deutschen Windenergie-Institutes (DEWI GmbH).

Waren bis zur Jahrtausendwende noch Anlagen mit einer Leistung im kW-Bereich der Standard, haben die meisten Anlagen inzwischen eine Leistung von ca. 2-3 MW und es gibt bereits installierte Kraftwerke mit einer Leistung von 5 MW. Mit der Leistungssteigerung der Anlagen geht eine Zunahme des Rotordurchmessers und der Gesamthöhe der Anlagen einher, so dass inzwischen nicht mehr 100-150 m Gesamthöhe, sondern stattdessen Höhen bis zu 220 m vorkommen. Im Rahmen des sog. Repowering (Errichtung größerer, leistungsstärkerer Anlagen als Ersatz für leistungsschwächere, kleinere Anlagen) sollte aus BfN-Sicht der Anteil der Windkraft an der Energieversorgung ausgebaut werden und gleichzeitig sensible Landschaften und beeinträchtigte Lebensräume (z.B. von Vögeln) wieder hergestellt werden.

Zukünftig soll der Ausbau der Windenergie vor allem auf der Meeresfläche (sog. Offshore-Windparks) stattfinden. Sowohl im Meer als auch an Land können sich verschiedene Auswirkungen auf den Menschen, das Landschaftsbild, die Flora und die Fauna ergeben, welche mittels geeigneter Standortwahl, entsprechenden Planungskriterien und Minimierungsmaßnahmen gemindert werden können.





Letzte Änderung: 31.01.2017

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