Bundesamt für Naturschutz

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Managementpläne für Natura 2000-Gebiete


Aus naturschutzfachlicher Sicht wird die Aufstellung eines Managementplans für Gebiete mit folgender Ausgangslage empfohlen ( NaBiV 26, Tagungsband):

  • bei Vorkommen von Lebensraumtypen und/oder Arten, die pflege- oder nutzungsbedürftig sind
  • bei ungünstigem Erhaltungszustand von Lebensraumtypen und/oder Arten
  • bei Lebensraumtypen und/oder Arten, die voraussichtlich nicht langfristig stabile Bestände aufweisen
  • bei naturschutzfachlichen Zielkonflikten
  • in Gewässereinzugsgebieten, für die Bewirtschaftungspläne nach der Wasserrahmenrichtlinie erstellt werden
  • bei möglichen Beeinträchtigungen durch aktuelle/absehbare Planungen und Projekte
  • bei bestehenden Vorbelastungen
  • bei grenzübergreifenden Gebieten (Länder und angrenzende Mitgliedstaaten)

Zusammenfassend kann damit festgestellt werden, dass es sich für den größten Teil der Natura 2000-Gebiete empfiehlt, Managementpläne zu erstellen. Bei knappen finanziellen und personellen Ressourcen sollten klare Prioritäten in der Bearbeitung gesetzt werden.

Die Inhalte der Managementpläne müssen bestimmten  Anforderungen genügen.

Die nötigen Erhaltungsmaßnahmen in den Natura 2000-Gebieten sind ebenso wie die  Gebietsausweisung innerhalb der Frist von sechs Jahre nach der Bekanntgabe der Listen der FFH -Gebiete in den biogeographischen Regionen festzulegen bzw. zu erarbeiten (Art. 4, Abs. 4 FFH -Richtlinie).

Das Gebietsmanagement umfasst nicht nur die Erstellung eines Managementplans mit Kernelementen wie z. B. der Festlegung der Erhaltungs- und Entwicklungsziele und der Planung von Maßnahmen. Ebenso wichtig ist bei der Aufstellung und Umsetzung eines Managementplans die Beteiligung der im Gebiet wirtschaftenden Eigentümer und Nutzer, der betroffenen Verbände und der Bevölkerung. Zum Management gehören auch die Absicherung der Finanzierung der Maßnahmen und eine Erfolgskontrolle.


Letzte Änderung: 12.05.2014

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