Bundesamt für Naturschutz

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Steckbrief CIPRA

Internationale Alpenschutzkommission
Commission Internationale pour la Protection des Alpes (CIPRA), gegründet 1952


Mitglieder:

Die CIPRA ist eine Dachorganisation mit über 100 Mitgliedsorganisationen, Einzelmitgliedern und einem Fördermitglied.


Ziele:

Die Internationale Alpenschutzkommission CIPRA setzt sich seit mehr als einem halben Jahrhundert für eine nachhaltige Entwicklung in den Alpen ein. Die Nichtregierungsorganisation sucht nach Wegen, wie sich Umwelt, Wirtschaft und Soziales im Alpenraum in Einklang bringen lassen.

Die CIPRA ist in sieben Alpenländern vertreten: in Deutschland, Frankreich, Italien, Liechtenstein, Österreich, der Schweiz und Slowenien. In Südtirol unterhält sie eine regionale Vertretung. Die Dachorganisation versteht sich als moderne Drehscheibe für alle Belange bezüglich der Alpen. Sie sammelt Daten und Fakten zu Themen wie Klima, Verkehr, Berglandwirtschaft, Tourismus, Energie und Bauen, bereitet sie auf und lässt sie interessierten Menschen inner- und außerhalb der Alpen zukommen.


Arbeitsweise:

Zur Umsetzung ihrer Ziele ist die grenzüberschreitende und mehrsprachige Informations- und Kommunikationsarbeit der CIPRA von großer Bedeutung. So bietet CIPRA eine vier- bis fünfsprachige und grenzüberschreitende Informationsplattform für den gesamten Alpenraum. Dazu gehören die CIPRA-Website, das Themenheft SzeneAlpen, copmact-Hintergrundberichte und weitere Publikationen. Außerdem erscheint regelmäßig der Newsletter "alpMedia" und einmal jährlich findet eine Jahresfachtagung statt. Zum weiteren Erfahrungsaustausch und zur konkreten Umsetzung einer nachhaltigen Entwicklung im Alpenraum hat CIPRA den Anstoß zum Aufbau des Netzwerkes "Allianz in den Alpen" gegeben, für das es einen Büroauftrag hat und Projekte anstößt und abwickelt. Für den Verein "Alpenstadt des Jahres" übernimmt und koordiniert die Geschäftsstelle die Projektarbeit.

CIPRA ist auch auf politischer Ebene aktiv und initiiert und unterstützt politische Aktivitäten, die dem Schutz und der nachhaltigen Entwicklung der Alpen dienen. Sie wirkt an Konzepten, Abkommen, Vereinbarungen und Umsetzungsmaßnahmen im Sinne ihrer Zielsetzungen mit, fasst Resolutionen, Deklarationen und Empfehlungen zu aktuellen Fragestellungen ab und arbeitet in politisch relevanten Gremien mit. Von besonderer Wichtigkeit ist dabei die Umsetzung und Entwicklung der Alpenkonvention. Des Weiteren koordiniert CIPRA alpenweite Projekte mit Partnern und führt auch eigenständige Projekte durch.

Das oberste Organ der CIPRA ist die Delegiertenversammlung, die mindestens einmal jährlich zusammentritt. Sie wählt den Vorstand, genehmigt das Arbeitsprogramm sowie das Budget und beschließt Resolutionen und Deklarationen. Über von der Delegiertenversammlung zu beschließende Angelegenheiten berät das CIPRA-Präsidium, es stellt auch die Anträge an die Delegierten. Das Präsidium setzt sich aus dem Vorstand und aus je zwei VertreterInnen der nationalen Vertretung sowie je einem/einer VertreterIn der außerordentlichen Mitglieder zusammen.

CIPRA International finanziert sich aus Spenden und Mitgliedsbeiträgen sowie aus Staats- und Projektbeiträgen.


Kontakt:

CIPRA International
Im Bretscha 22, Postfach 142
9494 Schaan, Liechtenstein
Tel.: +423 237 5353
Fax: +423 237 5354

E-Mail:  cipra@cipra.org


Aktivitäten des BfN:

Das BfN leitete den ersten Vorsitz der Plattform "Ökologischer Verbund" unter der Alpenkonvention von 2006 bis 2009 und arbeitete dabei eng mit CIPRA im Bereich Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit zusammen.

Letzte Änderung: 28.03.2012

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