Bundesamt für Naturschutz

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Anwendungsbereiche der Instrumente nach LAMBRECHT et al. 2007:19

Naturschutzrechtliche Eingriffsregelung nach §§ 13 ff. BNatSchG
Fall- bzw. vorhabensbezogen: Legaldefinition „Eingriff“ (Veränderungen der Gestalt oder Nutzung von Grundflächen oder Veränderungen des mit der belebten Bodenschicht in Verbindung stehenden Grundwasserspiegels, die die Leistungs- und Funktionsfähigkeit des Naturhaushalts oder das Landschaftsbild erheblich beeinträchtigen können und einer Zulassung bedürfen). Hierzu nach Landesrecht: Positivlisten (Liste von Vorhaben, Maßnahmen etc., die als Eingriffe gelten),
Negativlisten (Liste von Vorhaben, Maßnahmen etc., die nicht als Eingriffe gelten)

FFH -Verträglichkeitsprüfung nach §§ 34 - 36 BNatSchG
Fall- u. gebietsbezogen. Projekte oder Pläne, die geeignet sind, einzeln oder im Zusammenhang mit anderen, ein Natura 2000-Gebiet in den für die Erhaltungsziele oder den Schutzzweck maßgeblichen Bestandteilen erheblich zu beeinträchtigen

Schutzgebietsprüfung nach §§ 22 ff. BNatSchG
Fall- u. gebietsbezogen: Soweit Bestimmungen der jeweiligen Schutzgebietsverordnung sowie nach den gesetzlichen Vorschriften berührt werden (insbes. Verbote)

Artenschutzrechtliche Prüfung nach §§ 44, 45, 67 BNatSchG
Fallbezogen: Soweit durch eine Handlung, die auch mit einem Vorhaben verbunden sein kann, ein artenschutzrechtlicher Verbotstatbestand berührt wird

UVP nach §§ 3 - 3f UVPG
Projektbezogen: Normierte Projekttypen z.T. unter Berücksichtigung einzelfallrelevanter Kriterien (u.a. mit Bezug zu naturschutzrechtlich bestimmten Kriterien)

SUP nach §§ 14b-14d UVPG
Plan-/ programmbezogen: Normierte Plan- bzw. Programmtypen z.T. unter Berücksichtigung einzelfallrelevanter Kriterien (u.a. mit Bezug zu naturschutzrechtlich bestimmten Kriterien)

 

Letzte Änderung: 27.07.2011

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