Bundesamt für Naturschutz

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Jagdrelevante Arten, die nach der Flora-Fauna-Habitatrichtlinie (FFH-Richtlinie) geschützt sind

Alle Arten, die in Anhang IV der FFH -Richtlinie der Europäischen Union aufgeführt sind, unterliegen einem nationalen Besitz- und Vermarktungsverbot. Diese Verbote schließen auch Jagdtrophäen mit ein.

 Ausnahmen von den Besitzverboten für Jagdtrophäen, die aus Drittländern (Länder außerhalb der Europäischen Union) eingeführt werden sollen, können durch das Bundesamt für Naturschutz (BfN) erteilt werden. Der Antrag ist formlos unter Angabe der Art und des Ursprungslandes sowie mit einer Kopie der Jagdlizenz einzureichen. Die Entscheidung darüber wird im Einzelfallverfahren auf Grundlage eines Gutachtens der Wissenschaftlichen Behörde getroffen. Dafür sind umfangreiche Recherchen und eventuell Rückfragen an die Behörden des Ursprungslandes erforderlich. Das Verfahren kann unter Umständen mehrere Monate in Anspruch nehmen. Der Antragsteller muss gegebenenfalls auch mit einer Ablehnung des Antrages rechnen.

Folgende jagdrelevante Arten sind im Anhang IV der FFH -Richtlinie aufgeführt und unterliegen den genannten strengen Bestimmungen:

  • Biber - Europäischer (Castor fiber, mit Ausnahme der schwedischen, finnischen, litauischen, lettischen, estnischen und polnischen Population)
  • Bezoarziege (Capra hircus aegagrus)
  • Gemse (Rupicapra rupicapra balcanica, Unterart verbreitet in den Balkanländern sowie in Griechenland, Albanien, Bulgarien)
  • Gemse (Rupicapra ornata)
  • Iberiensteinbock (Capra pyrenaica pyrenaica)
  • Polarfuchs (Alopex lagopus)
  • Rothirsch - Tyrrhenischer, Zwerg-Edelhirsch (Cervus elaphus corsicanus)
  • Wisent (Bison bonasus)

Letzte Änderung: 05.07.2007

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